Schmidt - Cassegrain




 

Schmidt - Cassegrain - Telescop

 

 

Im Tubus des Schmidt - Cassrgrain - Teleskops wird das einfallende Licht von einem sphärischen Hauptspiegel  gebündelt und zum Fangspiegel zurückgeworfen. Im Unterschied zum Newton wird das Licht vom Sekundärspiegel nicht seitlich aus dem Tubus herausgelenkt, sondern in die Mitte des Hauptspiegels zurückgeworfen. An dieser Stelle ist der Hauptspiegel durchbohrt, so dass das Licht dort aus dem Tubus heraus zum Medium geführt wird. Der Fangspiegel ist in der Mitte einer dünnen Glasscheibe, Schmidt-Platte, mittels einer Spiegelfassung als separates optisches Glied angebracht. Die Aufgabe dieser Korrektionsplatte ist es, die sphärische Abberation des Hauptspiegels zu beheben und die Koma des Gesamtsystems zu minimieren. Ein Spiegelteleskop dieser Bauart ist ein sehr kompaktes Instrument, wobei die Vorteile dieser Bauweise zu Lasten der optischen Eigenschaften gehen. Das Licht wird von insgesamt vier optischen Flächen beeinfluß bevor es das Okular erreicht:

Beide Flächen der Schmidtplatte, Primär- und Fangspiegel. Dadurch verliert das Teleskop etwas Licht und zeigt gewisse Schwächen, was Bildschärfe und Kontrast betrifft. Ein weiterer Grund ist der Fangspiegel, der mitten im Strahlengang liegt und ein Teil des Hauptspiegels abgeschattet, was nicht nur ein wenig Lichtstärke kostet, sondern auch zu weiteren störenden Beugungserscheinungen führt. Ein weiterer Nachteil dieser Teleskopebauweise ist, daß der Primärspiegel meistens schwer oder gar nicht nachjustierbar ist. Einzige Möglichkeit wäre dann eine Justage am Fangspiegel. Außerdem wird der Fokus duch verschieben nach vorne bzw. hinten am Hauptspiegel bewekstelligt, was dann zu dem sogenannten "Shiftig", Verschiebung des Objekts im Okular, führt.

 

Maksutov - Cassegrain - Telescope

 

Der Maksutov-Reflektor ist eine Teleskopkonstruktion, die nach dem russischen Optiker Dimitry Maksutow benannt wurde. Sie findet auch als Tele-Objektiv Verwendung. Das Maksutov-Teleskop wird meist mit Cassagrain - Strahlengang ausgeführt und ähnelt dann dem Schmidt - Cassegrain - System. Wie dieses hat es einen sphärischen Hauptspiegel, der in der Mitte durchbohrt ist. Kombination aus Linsen und Spiegeln handelt es sich um ein katadyoptrisches System. An der vorderen Tubusöffnung sitzt eine meniskusförmige Linse, welche die sphärische Abberation des Hauptspiegels korrigiert. Sie trägt gleichzeitig den Sekundärspiegel. Ist der auf die Linsenrückseite aufgedampft, nennt man die Konstruktion Gregory-Maksutov. Die Linsse ist zwar durchgebogen, hat aber über die ganze Fläche eine nahezu konstante Dicke. Der Farbfehler der Meniskuslinse ist deshalb äußerst gering. Da ihre optisch wirksamen Flächen, ebenso wie der Haupt- und der Fangspiegel, sphärisch sind, ist die Herstellung der Optik für ein Maksutov-Teleskop deutlich einfacher als bei anderen Teleskop-Typen. Trotzdem wird die Qualität dieser Optik bei kleineren Teleskopen durch kein anderes System übertroffen. Die Bauweise ist sehr kurz. Nachteilig ist nur das große Gewicht der dicken Korrektionsplatte. Zur Fokussierung wird der Hauptspiegel axial mit einer Schraube, die am hinteren Ende aus dem Teleskop herausgeführt ist, verschoben. Mit dem sogenannten Field-Maksutov-Reflektor ist zwischenzeitlich eine Variante entwickelt worden, bei der die Meniskuslinse nicht mehr vor der Tubusöffnung, sondern hinter dem Sekundärspiegel sitzt.

 

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